Ausgabe 2026: Ordnung, Chaos und Leidenschaften
Festival Bayreuth Baroque, Markgräfliches Opernhaus, Freitag, 4. September 2026 um 18 Uhr
Georg Friedrich Händel: FLORIDANTE, Dramma per musica in drei Akten nach einem Libretto von Paolo Antonio Rolli.
Neuproduktion. In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln. Pausen nach dem ersten und zweiten Akt. Ende gegen 22 Uhr. Koproduktion des Bayreuth Baroque Opera Festival und der Internationalen Händel-Festspiele Karlsruhe.
Die Handlung verbindet Liebe, Macht, Eifersucht und Verrat: Floridante, ein siegreicher Feldherr, kehrt aus dem Krieg zurück, um Elmira wiederzusehen, die er liebt und von der er geliebt wird. Doch die Intrigen des Satrapen Oronte und die politischen Machtspiele bringen ihre Pläne durcheinander.
Max Emanuel Cencic, Floridante
Sonja Runje, Elmira
Bruno de Sá, Timante
Eva Zalenga, Rossane
Gerrit Illenberger, Oronte
Yannis Francois, Coralbo
Wrocław Baroque Orchestra, Residenzorchester des Bayreuth Baroque Opera Festival 2026
Markellos Chryssicos, musikalische Leitung und Cembalo
Max Emanuel Cencic, Regie
Helmut Stürmer, Bühnenbild
Corina Gramosteanu, Kostüme und Kostümbild
Christoph Pöschko, Licht
Constantina Psoma, Regieassistenz
Dimitra Antonaki, Bewegungsassistenz
Um 16.30 Uhr Einführung in Floridante mit dem Dramaturgen Dr. David Treffinger im Kleinen Saal des Friedrichsforums, einschließlich der Vorführung eines Films über Max Emanuel Cencics Regiekonzept.
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Festival Bayreuth Baroque, Schlosskirche, Samstag, 5. September 2026 um 14 Uhr
„Chaos and Order“, ein Programm zur Musik des 17. Jahrhunderts und zum Dialog zwischen Ordnung und Chaos mit Werken von Francesco Cavalli, Agostino Steffani, Cristoforo Caresana, Georg Friedrich Händel und weiteren Komponisten.
Der uruguayische Countertenor Maximiliano Danta begibt sich gemeinsam mit Gerd Amelung und dem Ensemble I Porporini auf eine Reise in das Musiktheater des 17. Jahrhunderts – zwischen Licht und Schatten, Maß und Leidenschaft, Ordnung und dem Aufruhr der Gefühle.
Das Programm stellt unter anderem Werke von Cavalli, Steffani, Caresana, Vivaldi, Händel, Biagio Marini, Johannes Schenck und Carl Friedrich Abel einander gegenüber.
Maximiliano Danta, Countertenor
Gerd Amelung, Leitung und Cembalo
I Porporini
Auswahl aus dem Programm:
Francesco Cavalli: „Non m’è patria l’Olimpo“, aus L’Ormindo
Biagio Marini: Sonata IV für Violine solo
Georg Friedrich Händel: „Siete rose rugiadose“, Kantate HWV 162
Johannes Schenck: Sonata VI für Viola da gamba, Chaconne
Agostino Steffani: „Inopportuno arrivo“, aus Niobe, regina di Tebe
Antonio Vivaldi: Sonata für Violine op. 2 Nr. 2; „Hò nel petto un cor sì forte“, aus Il Giustino
Georg Friedrich Händel: Chaconne in G-Dur HWV 435; „Venti, turbini, prestate“, aus Rinaldo
Carl Friedrich Abel: Trio-Sonate in G-Dur für Viola da gamba, Violine und Basso continuo; „Frena le belle lagrime“, aus dem Pasticcio Sifari.
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Festival Bayreuth Baroque, Markgräfliches Opernhaus, Samstag, 5. September 2026 um 19.30 Uhr
Georg Friedrich Händel: HANDEL’S NATURE, Auswahl von Arien aus Händels Opern.
Christophe Dumaux, Countertenor
Thibault Noally, musikalische Leitung und Violine
Les Accents
Für sein Rezital hat Christophe Dumaux eine Auswahl seiner Lieblingsarien von Händel zusammengestellt, die verschiedenen seiner großen Opern entstammen. Von Ottone über Rodelinda, Alcina, Rinaldo, Tolomeo, Orlando, Giulio Cesare in Egitto bis zu Agrippina zeigt das Programm die außergewöhnliche formale und emotionale Vielfalt von Händels Vokalschaffen.
Programm:
Georg Friedrich Händel (1685–1759)
Ouvertüre in B-Dur HWV 336
„Dell’onda ai fieri moti“, Arie des Ottone aus Ottone HWV 15
„Con rauco mormorio“, Arie des Bertarido aus Rodelinda HWV 19
Sonata a cinque HWV 288
„Verdi prati“, Arie des Ruggiero aus Alcina HWV 34
„Venti turbini“, Arie des Rinaldo aus Rinaldo HWV 7a/7b
PAUSE
„Stille amare“, Arie des Tolomeo aus Tolomeo HWV 25
„Fammi combattere“, Arie des Orlando aus Orlando HWV 31
Johann Adolph Hasse (1699–1783)
Adagio e Fuga in g-Moll
Georg Friedrich Händel
„Aure, deh, per pietà“, Arie des Cesare aus Giulio Cesare in Egitto HWV 17
„Come nube che fugge dal vento“, Arie des Nerone aus Agrippina HWV 6
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Festival Bayreuth Baroque, Markgräfliches Opernhaus, Freitag, 11. September 2026 um 19.30 Uhr
THE SOPRANOS, Konzert über die großen männlichen Sopranstimmen der Barockoper.
Federico Fiorio, Countertenor
Maayan Licht, Countertenor
Dennis Orellana, Countertenor
Wrocław Baroque Orchestra
Jarosław Thiel, Leitung
Die Helden der barocken Opernbühne waren keine Tenöre! Tapfere Krieger, leidenschaftliche Liebhaber oder zum Opfer bereite Märtyrer – die großen Männerrollen waren den Sopranisten anvertraut, meist Kastraten, deren Stimmen sowohl die Figuren auf der Bühne als auch das Publikum faszinierten.
In den Kirchenstaaten, wo Frauen grundsätzlich nicht auf der Bühne auftreten durften, umgingen Komponisten und Theatermacher dieses Verbot, indem sie auch die Frauenrollen von Sopranisten singen ließen. Die Komponisten Nicola Antonio Porpora und Leonardo Vinci, erbitterte Rivalen, trugen auf diese Weise wesentlich zur Erweiterung des Repertoires für diese außergewöhnliche Stimmlage bei.
Farinelli, Caffarelli, Senesino, Carestini: Ihre Namen erklingen noch heute als die Namen der großen Stars der Barockoper. Federico Fiorio, Maayan Licht und Dennis Orellana lassen diese Tradition und ihre außergewöhnliche vokale Virtuosität in einem Programm über das goldene Zeitalter der Sopranisten wieder lebendig werden.
Programm: Werke von Nicola Antonio Porpora, Leonardo Vinci und weiteren Komponisten des goldenen Zeitalters der Sopranisten.
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